Coronageschichten

Emily und Lotta bauen sich ihr Gartenhaus selbst

Video vom 8. Mai 2020
Zwei Mädchen streichen ein Gartenhaus mit roter Farbe
Text, bei Namen nur den Vornamen nennen Bild: Hier nur den Vornamen des Fotografen oder Urheber eingeben! (ist über mouseover sichtbar)

Sabine, 50 Jahre, aus Bremen
"
In dieser Geschichte soll es nicht um mich gehen, sondern um meine Tochter Emily und ihre Freundin Lotta. Beide sind elf Jahre alt. Beide Familien haben einen Schrebergarten, in dem wir seit circa 14 Jahren viel Zeit verbringen. Die Mädchen und ihre großen Schwestern sind mit diesen Gärten aufgewachsen.

Wir haben ein kleines Spielhäuschen, das viel genutzt wurde, jetzt aber zu klein ist. Die Mädchen konnten da nur noch drin sitzen. Vor circa zehn Tagen äußerten die beiden Mädchen den Wunsch ein neues Haus bauen zu wollen. Sehr engagiert machten sie Zeichenpläne, überlegten sich Standorte und durchkämmten Keller nach Holzresten. Sie durchstöberten aber auch Internetseiten, um günstige Angebote zu finden - es sollte alles möglichst wenig kosten.

Es kamen Balken von alten Hochbetten, Paletten, übrig gebliebene Winkel und vieles mehr zum Vorschein. Ihre Hartnäckigkeit war sehr überzeugend, so dass wir am letzten Sonntag Richtfest gefeiert haben. Das Häuschen ist immerhin zwei Meter breit und 1,80 Meter hoch.

Am Vormittag müssen die Mädchen bis 14 Uhr ihre Schulsachen erledigen, aber nach dem Mittagessen flitzen sie jeden Tag in den Garten, um weiter zu werken. Ihr Ziel ist es, in dem Haus auch zu übernachten, aber auch Lottas Geburtstag im Mai in kleiner Runde dort zu feiern.

Dass die Mädchen nachmittags gerade so viel Zeit haben, liegt daran, dass andere Hobbys wie der Sportverein oder andere Freizeitaktivitäten nicht stattfinden. Da können die beiden das machen, was sie sonst zeitlich eher nicht geschafft hätten."

(E-Mail vom 23. April 2020)

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Mai 2020, 19:30 Uhr