Coronageschichten

Die Pfadfinder wollen sich engagieren - aber nur wenige suchen Hilfe

Eine Gruppe von Pfadfinderinnen und Pfadfindern seht auf einem Spielplatz auf einer Holzburg.
Die Pfadfinder aus Bruchhausen-Vilsen hoffen, im Sommer wieder gemeinsam auf Fahrt zu gehen. Bild: Maya

Maya, 23 Jahre, aus Bruchhausen-Vilsen
"Normalerweise würden wir Pfadfinder in Bruchhausen-Vilsen über Pfingsten länger wegfahren. Im Sommer sind wir ganze zwei Wochen unterwegs. Es fällt uns allen schwer, diese Fahrten abzusagen. Dass die Pfingstfahrt nicht stattfinden kann, ist uns allen klar. Dass wir wohl auch die Sommerfahrt absagen müssen, damit kommen wir nicht so gut klar. Irgendwie haben wir das auch noch nicht abgesagt – in der Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch etwas unternehmen können, vielleicht in Deutschland wandern. Da steckt viel Herzblut drin und unsere größte Sorge aktuell ist, dass wir Mitglieder verlieren. Das wäre sehr schade für uns.

Um das zu vermeiden, haben wir uns zwei Projekte überlegt. Das erste Projekt sind Online-Stunden: Einzelne Gruppenleiter haben Videos gedreht und auf YouTube hochgeladen. Wir hoffen, dass sich unsere Mitglieder dort anschauen, wie man zum Beispiel Löwenzahnmarmelade macht. Wir freuen uns sehr, wenn wir dann Fotos zugeschickt bekommen von den ersten Versuchen.

Ein anderes Projekt ist die Nachbarschaftshilfe. So etwas gibt es ja schon in vielen Ausführungen. Unsere Idee kam uns auch schneller, als wir sie umsetzen konnten. Wir haben viele Helfer in den Startlöchern und hatten die Hoffnung, dass sich Leute bei uns melden, die Hilfe brauchen. Aber an denen fehlt es uns leider. Wir würden uns gerne in der Gemeinde engagieren, aber es kamen kaum Rückmeldungen.

Wir wünschen allen Leuten viel Gesundheit und hoffen, dass wir bald wieder alle zusammen auf Fahrt gehen können und gemeinsam Spaß haben können."

(Sprachnachricht vom 7. Mai 2020)

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 19. Mai 2020, 14:03 Uhr