Experten untersuchen Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest

Schweine warten in einen Anhänger auf den Transport zum Schlachthof.
Bild: DPA | Lars Klemmer
  • Fast 1.800 Tiere im Emsland getötet
  • Experten prüfen, ob weitere Höfe befallen sind
  • Afrikanische Schweinepest für Menschen ungefährlich

Nach dem Nachweis der hochansteckenden Afrikanischen Schweinepest in einem Betrieb in Emsbüren im Landkreis Emsland soll jetzt geklärt werden, ob sich die Krankheit weiter ausgebreitet hat. Im Fokus der Experten steht vor allem ein Mastbetrieb, der Ferkel von dem betroffenden Hof bekommen hatte. Sollte das Virus weitere Tiere befallen haben, müssten weitere Tiere getötet werden.

In der gesamten Region sind die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Um den betroffenen Hof gibt es eine Sperrzone und ein Transportverbot für Schweine. Das bedeutet verschärfte Maßnahmen für fast 300 Höfe mit insgesamt 200.000 Tieren. Nach Zahlen des Landwirtschaftsministeriums in Hannover vom Mai 2022 werden in Niedersachsen rund 7,3 Millionen Schweine in etwa 4400 Betrieben gehalten.

Fast 1.800 Tiere wurden bisher getötet

"Mit der Blutprobe gehen wir auf Nummer sicher", sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftministeriums. Hinweise, wie die Tierseuche in den Betrieb mit 280 Sauen und rund 1.500 Ferkeln kam, gebe es bislang nicht. Die Tiere wurden getötet.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier übertragen werden oder indirekt vom Menschen über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe. In der Regel geht sie mit Fieber einher, die Tiere stellen das Essen ein und sterben schnell.

Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich

Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich. Am Wochenende hatte das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, den Befund des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 4. Juli 2022, 12 Uhr