Affenversuche: Uni Bremen stellt Eilantrag vor Verwaltungsgericht

Affenversuche: Uni Bremen stellt Eilantrag vor Verwaltungsgericht

Bild: Imago | Sabine Gudath
  • Universität Bremen fürchtet, dass Affenversuche eingestellt werden müssen
  • Genehmigung läuft Ende November aus
  • Keine Äußerung aus dem Gesundheitsressort

Die Universität Bremen fürchtet, dass die Affenversuche an der Uni eingestellt werden müssen: Weil die Genehmigung für die Tierversuche Ende November ausläuft und sich das zuständige Gesundheitsressort bislang nicht geäußert hat, hat die Uni nun beim Verwaltungsgericht Bremen einen Eilantrag gestellt.

Der Eilantrag ist aus Sicht der Uni nötig, weil ohne Genehmigung und ohne Rechtsschutz die Arbeit hier eingestellt werden müsste. Dazu erklärt die Universität: "Dieser juristische Schritt war erforderlich, da Professor Kreiter und die Universität bis heute keinen Genehmigungsbescheid von der Gesundheitsbehörde erhalten haben. "

Entscheidung soll am 30. November fallen

Schon im Sommer hatte das Institut für Kognitionsforschung die Verlängerung der Versuche beantragt, in den letzten Jahren war das auch immer ein Routinevorgang. Nun sieht sich die Bremer Uni aber zu juristischen Schritten gezwungen, denn die Gesundheitsbehörde hat den Verlängerungsantrag bisher nicht beantwortet.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hatte sich in der Vergangenheit allerdings deutlich gegen Tierversuche ausgesprochen. Ihre Behörde war bisher durch die eindeutige Rechtsprechung gezwungen, die Experimente weiter zu genehmigen. Jetzt liegt die Entscheidung darüber beim Bremer Verwaltungsgericht, das bis zum 30. November urteilen soll.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 9. November 2021, 18 Uhr