Corona-Bonus für Familien? Bovenschulte begrüßt Vorstoß vom Bund

  • Bundesfinanzministerium plant offenbar Kinderbonus
  • Familien könnten pro Kind einmalig 300 Euro bekommen
  • Bovenschulte: "Konjunktur und Familien profitieren"
Ein Paar mit Kind geht spazieren.
300 Euro pro Kind sollen Familien laut einem Vorstoß von Bundesfinanzminister Scholz erhalten. (Symbolbild) Bild: Imago | Winfried Rothermel

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat den von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (beide SPD) geplanten Familienbonus begrüßt. Von dem Vorschlag würden "sowohl die Konjunktur als auch die Familien profitieren", sagte Bovenschulte. Der Bonus sieht vor, dass Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen sollen, berichtete der "Spiegel" über Pläne aus dem Finanzministerium.

Kaufkraft soll angekurbelt werden

Damit soll die Kaufkraft nach der Corona-Krise angekurbelt werden. "Wir wollen bei der Entlastung gezielt die Familien mit Kindern ins Zentrum stellen", sagte SPD-Fraktionschef Mützenich den RND-Zeitungen. Er plädierte für eine "Einmalzahlung zum Beispiel über das Kindergeld von mindestens 300 Euro pro Kind".

Wichtig ist, dass die Prämie nicht auf Transferleistungen angerechnet wird, damit auch Hartz-IV-Empfänger mehr Geld zur Verfügung haben.

Andreas Bovenschulte, Bürgermeister Bremen

Die Maßnahme könnte den Bund zwischen fünf und sechs Milliarden Euro kosten und Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein. "Wichtig ist, dass die Prämie nicht auf Transferleistungen angerechnet wird, damit auch Hartz-IV-Empfänger mehr Geld zur Verfügung haben", sagte Bremens Regierungschef Bovenschulte.

So trifft die Corona-Krise junge Familien in Bremen

Video vom 10. Mai 2020
Eine Familie, mit drei Kindern, sitzt auf ihrer Terrasse. Die Mutter hält ein Buch in der Hand, welches sie den Kindern vorliest.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Mai 2020, 21 Uhr