Besuche in Bremer Altenheimen sollen wieder möglich sein

  • Senat will Dienstag über Lockerung des Besuchsverbot entscheiden
  • Besuche von Verwandten und anderen sollen möglich werden
  • Auflagen wie Masken und Abstand bleiben bestehen
Eine Rückenansicht einer älteren Dame, die ihr Gehbock rollt, in einem Heim.
Die Einsamkeit in Bremens Senioren- und Pflegeheimen könnte bald vorbei sein.

Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bereitet eine Verordnung vor, nach der Besuche in Alten- und Pflegeheimen bald wieder möglich sein sollen. Gerade sind Besuche dort wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus verboten. Der Bremer Senat will die Lockerungen demnach am Dienstag beschließen.

Angehörige könnten schon bald zu Besuch kommen

Schon am kommenden Mittwoch wären Besuche in Bremer Heimen dann wieder möglich. Familienmitglieder dürfen dann zumindest auf das Außengelände von Pflegeeinrichtungen, um sich dort mit Angehörigen zu treffen. Auch hier gelten weiter das Abstandsgebot von zwei Metern sowie die Hygieneregeln, heißt es in dem Entwurf, der buten un binnen vorliegt.

Auflagen bleiben bestehen

Auch andere Besuche Einzelner könnten unter strengen Auflagen stattfinden: Für ein bis zwei Stunden täglich und nach Terminabsprache. Eine Gesichtsmaske ist Vorschrift, Essen ist nicht erlaubt. Die Erleichterungen betreffen die Alten-, Behinderten- und Tagespflege, aber auch Wohngemeinschaften sowie Seniorenresidenzen. In stationären Hospizen soll das aktuelle Besuchsverbot ganz aufgehoben werden. Dann sind Kontakte mit Angehörigen, Sterbebegleitenden und Hospizdiensten wieder erlaubt.

Sozialsenatorin Stahmann sagt dazu, es sei auch in der Pandemie weder Angehörigen noch Heimbewohnern auf Dauer zuzumuten, ohne familiäre Kontakte zu leben.

So belastend ist die Isolation in Pflegeheimen

Video vom 23. April 2020
Ein Altenpfleger mit Mundschutz sitzt mit einem alten Mann im Rollstuhl zusammen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 1. Mai 2020, 23 Uhr