Bürgerschaft fordert vom Senat Unterstützung für Bremer Airbus-Werk

  • Fünf Fraktionen reichen Dringlichkeitsantrag ein
  • Demnach soll der Senat sich auf Bundes- und EU-Ebene einsetzen
  • In Bremen droht Wegfall Hunderter Jobs
Bremen: Mitarbeiter von Airbus arbeiten im Bremer Werk am Flügel eines A350. Bremens Bürgermeister Sieling besuchte das Bremer Werk von Airbus am Donnerstag.
Noch werden bei Airbus in Bremen Flugzeugflügel gefertigt. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Der Bremer Senat soll sich auf Bundes- und EU-Ebene stärker für den Erhalt des Airbus-Standorts in Bremen einsetzen. Das fordern die Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft. Auf Initiative der SPD-Fraktion hat die rot-grün-rote Koalition gemeinsam mit CDU und FDP einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag für die kommende Bürgerschaftssitzung eingereicht. Damit will das Parlament ein klares Bekenntnis zur Flügelfertigung in Bremen abgeben, heißt es in dem Antrag.

Wegen der durch Corona ausgelösten Krise in der Luftfahrtindustrie will Airbus deutschlandweit tausende Stellen abbauen – auch in Bremen sollen hunderte Arbeitsplätze wegfallen, auch beim Tochterunternehmen Premium Aerotec. "Die Luft- und Raumfahrtbranche ist mit ihren 12.000 Beschäftigten eine Schlüsselindustrie – und die Flügelausrüstung bei Airbus hat daran einen wichtigen Anteil", wird der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Volker Stahmann, in einer Mitteilung zitiert. Die Kompetenz in der Flügelfertigung sei deutschlandweit einmalig. "Es ist also nicht nur für Bremen von höchster Bedeutung, dass diese Kompetenz erhalten wird, sondern für ganz Deutschland."

Wie hart trifft die Corona-Krise die Luft- und Raumfahrtindustrie?

Video vom 14. Januar 2021
Ein Bild des Airbus- Gebäudes in Bremen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins. Nachrichten, 22. Februar 2020, 22 Uhr